Einstiegshilfe (Frage von Benjamin Haberl)

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Einstiegshilfe (Frage von Benjamin Haberl)

Beitrag  Peter am Mi Apr 07, 2010 12:00 pm

Hallo Peter,
bin in diesem Forum auf dich gestossen und hab die Hoffnung du kannst mir vielleicht weiterhelfen.
Bin interessiert am Kunststofftechnik Studium in Linz, allerdings hab ich noch sehr wenig Informationen über den Ablauf dessen.
Bin im Moment berufstätig und am planen für den kommenden Herbst.
Du bist ja jetzt im 2.Semester, hab ich das richtig verstanden?
Sehr weiterhelfen würdest du mir mit einem Plan deines ersten Semesters, bzw. gibt es sowas wie einen Stundenplan an einer Schule, den du dir mit deinen Vorlesungen zusammengestellt hast?
Studienbroschüre und Curriculum hab ich schon gesehn, hilft mir allerdings nicht sonderlich weiter da ja darin keine konkreten Termine oder Tageszeiten der Vorlesungen ersichtlich sind.
Vielleicht kannst du mir da etwas konkreteres aus deinem ersten Semester zukommen lassen?
Bist du neben deinem Studium auch noch berufstätig bzw. wie viele Stunden nehmen die Vorlesungen wirklich pro Woche in Anspruch?
Wäre wirklich sehr nett wenn du mir da ein wenig weiterhelfen könntest!

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße nach Linz
Benjamin Haberl

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Hallo Benjamin,

Ja ich bin nun im 2.ten Semester, obwohl ich noch immer eine Prüfung offen habe...... Rolling Eyes
Also bei uns KSTlern, ist es so, dass wahrscheinlich die meisten Leute einfach den Stundenplan im Curriculum als Vorlage genommen haben. Darin findest du auch schon die tatsächlich aufzuwendende Zeit für Vorlesungen (VO) und Übungen (UE).
Etwas genaues dazu zu sagen ist schwer, da du bei einer UE meist mehrere Termine als Auswahl hast.
Oft ist da Anwesenheitspflicht: zb in Mathe 1 UE hatten wir Anwesenheitspflicht und mussten Beispiele kreuzen, die man richtig gerechnet hat, bzw überhaupt gerechnet hat. 60% mussten dabei im Semester gekreuzt sein. Jedes Bsp musste jemand anderer vorrechnen. Es bringt also nichts wenn man 100% kreuzt und dann vor der Tafel steht, und man kann es nicht vorrechnen.
Die Vorlesungen sind meist fix, und werden vom Prof. bestimmt, jedoch gibt es hier keine Anwesenheitspflicht.
Der tatsächliche Aufwand an der UNI war bei mir im 1. Sem ca. um 10 Std. höher als die Stundenanzahl im Curriculum, also ca. 30-35 Std./Woche. Mit Arbeit kann ich mir das nicht vorstellen, zumindest nicht in der Mindestzeit.

Zur besseren Übersicht hab ich dir meinen Stundenplan aus Sem 1 hier reingestellt. (Dieser Stundenplan zählt nur für mich, jeder Student kann/muss sich den selbst zusammenstellen!!!)




MO, DI nachmittag (nur 17:15-18:45) Physik-tutorium --> freiwillig
MI nachmittag: Kunststofftechnik (KST) nur alle 14 Tage.

Sofern du eine technische Schule gemacht hast, wird dich Mechanik und Physik nicht recht forden im 1. Semester.
Bei Mathe konnten eher die AHS´ler besser punkten, Chemie und KST muss man lernen.

So ich hoffe ich hab die meisten Fragen geklärt, falls Du noch weitere Fragen hast, kannst du gerne weiter hier fragen.
An den Rest der KSTler: Falls ich was vergessen habe, schreibt es bitte noch dazu, vor allem die Leute die nebenbei arbeiten gehen.

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Peter

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Zweite Meinung

Beitrag  Christopher F. am Fr Apr 09, 2010 4:50 pm

Ich geb hier auch noch schnell meinen "Senf" dazu:

Also prinzipiell ist alles bisher gesagte richtig.
Ich würde den Arbeitsaufwand jedoch vielleicht sogar etwas höher einschätzen, wobei das bei jedem wohl variieren dürfte und ganz darauf ankommt wie genau man es mit den Übungsaufgaben nimmt.
Mechanik fand ich als HTL - Absolvent jetzt eigentlich auch ziemlich leicht, wobei ich mir nicht anmaße alles in der Vorlesung verstanden zu haben, aber zumindest die Übungen wurden verständlich abgehalten.
Physik ist wie Mathe ein Fach gewesen mit dem ich erst zurecht kommen musste. Hier wurde abweichend von meiner (und ich denke jeglicher) Ausbildung einfach viel anders gemacht und speziell in Mathematik fand ich
die Vorlesung des Professors absolut sinnlos. (Warum erklärt man Mathematik theoretisch und rechnet nicht ein, zwei Beispiele an der Tafel vor?)
In Chemie und Kunststofftechnik hat man ja keine Übungen und daher hält sich hier der Zeit - & Arbeitsaufwand in Grenzen.
Meiner Meinung nach war Chemie für jemanden der vorher schon etwas davon gehört hat ziemlich einfach, wenn auch der Stoff ziemlich umfangreich ist.

Zum Thema nebenbei zu arbeiten:
Ich hab freiberuflich neben dem Studium gearbeitet und konnte mir so meine Zeit quasi selbst einteilen. Dadurch konnte ich einiges am Wochenende abarbeiten, und mich unter der Woche auf das Studium konzentrieren.
Da so eine freie Zeiteinteilung allerdings eher seltenst möglich sein wird, rate ich von einer Arbeit neben dem Studium ab, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.
Wenn man sich etwas dazu verdienen möchte, dann glaube ich, dass die "Ferien" der beste Zeitpunkt dafür sind. Während dem Semester sollte man versuchen seine Kurse zu absolvieren!

So wie überall gilt aber auch hier: Das muss jeder für sich selber entscheiden!
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